Wirkungsvolle digitale Stiftungsarbeit anhand verschiedener Beispiele

Referenten:
Frank Enzmann, Vorstandsvorsitzender SoNET – Soziales Netzwerk München e.V.
Dr. Thomas Leeb, Senior Manager BMW Foundation Herbert Quandt
Thomas Schiffelmann, Leiter Marketing Handicap International

Dauer: 15:00 – 15:35 Uhr | 35 Minuten inkl. Zeit für Fragen
Die Vorträge werden aufgezeichnet und können im Nachhinein bis 07. Juli auf der Plattform angesehen werden.

Zu den Vorträgen:
Anhand kurzer Vorträge stellen Stiftungen ihre projektarbeit im digitalen Bereich vor.

SoNET – Soziales Netzwerk München e.V.:
Frank Enzmann initiiert seit Jahren die monatlich stattfindenden “Münchner Kunstspaziergänge”: diese sollen Menschen dazu bewegen, sich intensiver mit Kunst und Kultur in ihrem unmittelbaren Lebensraum zu beschäftigen.
In Corona-Zeiten ist es gelungen, dieses Format erfolgreich auf digitaler Ebene stattfinden zu lassen. Mit welchen Mitteln die Kunstspaziergänge digitalisiert wurden und wie die Besucher*innen darauf reagierten zeigt er in seinem Panel.

BMW Foundation Herbert Quandt:
Wie agiert eine Stiftung, deren Einsatz für gesellschaftlichen Wandel maßgeblich von der persönlichen Begegnung mit Menschen in Führungsverantwortung (Responsible Leaders) weltweit abhängt, unter den stark einschränkenden Corona-Bedingungen? Welche digitalen Möglichkeiten gibt es als Ersatz für Präsenz-Veranstaltungen und welche Lehren können nach eineinhalb Jahren digitaler Netzwerk-Arbeit gezogen werden? Darüber wollen wir mit Ihnen diskutieren.

Handicap International:
Vorteile der Digitalisierung am Beispiel der humanitären Hilfsorganisation Handicap International
Die Digitalisierung ist nicht nur für die Wirtschaft ein zunehmender Erfolgsfaktor, sondern spielt auch für gemeinnützige Organisationen eine immer größere Rolle. So ist zum Beispiel die humanitäre Hilfsorganisation Handicap International (HI) kürzlichmit dem renommierten „Horizon Prize“ der Europäischen Union sogar in zwei Kategorien für anwendbare innovative High-Tech-Lösungen ausgezeichnet worden. Mit diesen beiden Preisen wurde Handicap International dafür gewürdigt, dass praktische und effektive digitale Lösungen entwickelt wurden, um Menschen mit Behinderung und besonders Schutzbedürftige besser behandeln zu können. Ausgezeichnet wurde das Verfahren „Tele-3D-Druck“ für Orthesen und Prothesen sowie der Einsatz von Drohnen bei der Minenräumung. Die Tele-Rehabilitation, die bereits in Togo und Uganda getestet wurde, erleichtert den Begünstigten einen schnelleren Zugang zu diagnostischen Leistungen und die Anpassung orthopädischer Hilfsmittel in Konfliktregionen und schwer zugänglichen Gebieten. Das HI-Projekt „Odyssey2025“ zeigt zudem das kontinuierliche Engagement der humanitären Hilfsorganisation für eine minenfreie Welt bis zum Jahre 2025, die für ihr jahrzehntelanges Engagement in diesem Bereich bereits mit dem Friedens-Nobelpreis ausgezeichnet wurde. Der Einsatz von Drohnen wurde bereits von HI-Teams im Tschad getestet und soll die Räumung von Minen und anderen explosiven Kriegsresten in verseuchten Gebieten beschleunigen; denn so können betroffene Flächen schneller an die lokale Bevölkerung zurückgegeben werden, damit das Land zum Beispiel wieder für dringend notwendige landwirtschaftliche Zwecke für Nahrung und Wasser genutzt werden kann.